Pressesprecher
Stefan Möbius
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Das Katharinenhospital des Klinikums Stuttgart wird für 1,28 Mrd. Euro neu gebaut. Es handelt sich damit um das größte Bauprojekt der Stadt Stuttgart. Das Klinikum Stuttgart als größter Maximalversorger Baden-Württembergs zählt schon heute zu den besten und leistungsstärksten Krankenhäusern in Deutschland. Über 55 Kliniken und Institute ermöglichen eine hohe Spezialisierung und ein umfassendes Leistungsspektrum in nahezu allen medizinischen Fachdisziplinen. Jährlich versorgen ca. 9.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund 90.000 Patienten stationär und etwa 600.000 Patienten ambulant.
Beim Neubau des Klinikums wird die zukünftige Entwicklung der Gesundheitsversorgung schon mitgedacht und beispielsweise die Grundlage für digitale Versorgungskonzepte gelegt. Ein großes Ziel ist die Vernetzung zwischen den einzelnen Disziplinen weiter voranzutreiben. „Wir als Maximalversorger sind prädestiniert für die Behandlung hochkomplexer Krankheitsbilder. Wir schaffen mit dem Neubau die Voraussetzung, dass die Disziplinen räumlich eng beieinander sind und die interdisziplinäre Zusammenarbeit weiter verstärkt wird“, ist der Medizinische Vorstand des Klinikums Stuttgart, Prof. Dr. Jan Steffen Jürgensen, überzeugt.
„Die besondere Herausforderung liegt darin, die hohe funktionale Komplexität eines Maximalversorgers mit den Anforderungen an Wirtschaftlichkeit, Flexibilität und Zukunftsfähigkeit zu verbinden. Mit dem Neubau schaffen wir die Grundlage für zukunftsfähige Klinikprozesse. Entscheidend ist dabei, dass die Anforderungen aus Medizin, Pflege und technischem Betrieb frühzeitig in die Planung einfließen und zu einem schlüssigen Gesamtkonzept zusammengeführt werden“, erklären die beiden Fachbereichsleitungen Katja Nägelkrämer und Johannes Frank.
Das Team aus Gesamtprojektleitung und Teilprojektleitungen stellt sicher, dass die unterschiedlichen Anforderungen an den Neubau strukturiert gebündelt und in die Planung integriert werden.
Nicht nur Patienten und Mitarbeitende werden von dem Neubau profitieren. Das Stadtklima soll durch die neu entstehende Grünfuge und die damit einhergehende Frischlufteinströmung vom Kriegsberg in die Stadt verbessert werden. Zudem wird die Kriegsbergstraße durch die Stadt Stuttgart deutlich aufgewertet, indem sie für Fußgänger und Radfahrer freundlicher gestaltet wird.
Der Gemeinderat der Landeshauptstadt Stuttgart hat bereits 2012 den Weg für die richtungsweisenden Baumaßnahmen und Sanierungen am Standort Mitte des Klinikums Stuttgart geebnet: Zu diesen gehört der 2017 begonnene Neubau des Hauses F, der Anfang 2022 bezogen wurde. 2021 begann der Neubau von Haus G. Wie geplant konnte hier Anfang 2024 u.a. das Stuttgart Cancer Center - Tumorzentrum Eva Mayr Stihl einziehen. Mitte 2024 wurde mit dem Rückbau der alten Gebäude A, A/B begonnen, um auch hier Platz für einen Neubau zu schaffen. Die Rückbauentscheidung wurde im März 2018 durch den Gemeinderat beschlossen. Dadurch wurden die Pläne für die umfassende bauliche Neugestaltung des Klinikums Stuttgart erweitert und von einer, wie bisher geplanten Kernsanierung des Hochhausriegel abgesehen. „Die Sanierung der 60 Jahre alten Bettenhäuser wäre teuer, riskant, vergleichsweise langwierig und im Ergebnis in allen Grundrissen weder zeitgemäß noch funktional“, fasst der Medizinische Vorstand des Klinikums Stuttgart, Prof. Dr. Jan Steffen Jürgensen, die Gründe für die veränderte Bauplanung zusammen.
Im Oktober 2025 hat der Gemeinderat der Stadt Stuttgart grünes Licht für die Finanzierung des nächsten Bauabschnitts gegeben. Der Neubau der Häuser A, B und E mit direkter Anbindung an Haus F inmitten des Geländes des Katharinenhospitals bei laufendem Klinikbetrieb ist eine große Herausforderung. Deshalb sind mehrere Abschnitte geplant. Durch die Fertigstellung und den Bezug von Haus G und Haus F sind die Voraussetzungen geschaffen, um zunächst die Häuser A und AB zurückzubauen und dann neben dem bisherigen Haus B neu zu errichten.
Im zweiten Bauabschnitt wird der verbleibende Teil des Hochhausriegels Haus B sowie der sogenannte Katharinenhof (Haus E) rückgebaut und durch Neubauten ersetzt. Der neben Haus F entstehende Zwillingsbau Haus E bildet gemeinsam mit Haus F das zukünftige Gesicht des Katharinenhospitals. Anschließend soll seitens der Landeshauptstadt Stuttgart die Kriegsbergstraße in diesem Bereich als Boulevard vollständig erneuert werden.
Der Abschluss der gesamten Baumaßnahmen ist für 2033 vorgesehen.
Insgesamt wird der Neubau des Katharinenhospitals etwa 1,28 Mrd. Euro kosten. Die Gesamtmaßnahme wird in erheblichem Umfang vom Sozialministerium Baden –Württemberg unterstützt. Knapp 150 Millionen Euro hat das Klinikum unter anderem aus Grundstückserlösen für das Bürgerhospital und das Olgahospital bereits erzielt.